Die Stimmen

Anja Pöche

Sopran

Anja Pöche

Die Sopranistin Anja Pöche (geb. Lipfert) wurde in Leipzig geboren. Ihre musikalische Laufbahn begann schon im Kindesalter. Von 1986 bis 1997 war sie Mitglied des MDR Kinderchores. Im Alter von 12 Jahren begann Sie mit dem Klavierunterricht.

Seit 2001 ist Anja Pöche die Sopranistin von Calmus. 2003 wurde sie Bundespreisträgerin beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“ in der Kategorie „Duo: Gesang und Klavier“. Im Oktober desselben Jahres begann sie Ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig in der Hauptfachklasse von Adelheid Vogel welches sie 2010 erfolgreich abschließen konnte. Zusätzlich absolvierte sie auch das Studium der Gesangspädagogik, welches sie ebenfalls 2010 abschloss und seit dem auch unterrichtend tätig ist.

Neben ihrer Ensembletätigkeit singt Anja Pöche regelmäßig als Solistin in Oratorien- und Kantatenkonzerten mit Engagements in ganz Deutschland, den USA, Irland (u.a. Kilkenny Arts Festival und Barrow River Arts Festival mit der Violinistin Maya Homburger und Camerata Kilkenny), der Schweiz (u.a. Davos Festival und Camerata Zürich) und Großbritannien (Huddersfield Contemporary Music Festival).

Einen großen Schwerpunkt ihres Repertoires bilden dabei die Werke Johann Sebastian Bach und seiner Zeitgenossen. 2013 übernahm sie bei der Uraufführung von Barry Guy’s „Time passing“  in der Tonhalle Zürich die Sopranpartie.

Maria Kalmbach

Alt

Maria Kalmbach

Aufgewachsen in einer Musikerfamilie, begann die musikalische Ausbildung von Maria Kalmbach (*1989) an der Musikschule Nagold, wo sie zunächst in Klavier und Geige unterrichtet wurde. Später besuchte sie das Otto-Hahn-Gymnasium Nagold mit musischem Profil. Dort entfachte auch ihre Leidenschaft für das Ensemblesingen und sie gewann mit ihrem Quartett 2007 einen Bundespreis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.

Nach dem Abitur studierte sie zunächst Schulmusik und Germanistik, bevor sie ihr Gesangsstudium bei Holger Speck an der Hochschule für Musik Karlsruhe aufnahm, das sie mit Bestnote abschloss. Im Anschluss daran setzte sie ihre Ausbildung bei Angelika Luz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart fort. Wichtige Impulse erhielt sie in Meisterkursen unter anderem bei KS Brigitte Fassbaender, Ralf Gothóni, Anne Le Bozec, Helmut Lachenmann und Dieter Schnebel.

Ihren künstlerischen Schwerpunkt legt Maria Kalmbach auf den Ensemblegesang. Sie verfügt über ein breitgefächertes Repertoire, welches sie sich in diversen Chören und Ensembles (darunter MDR Rundfunkchor, NDR Chor, Kammerchor Stuttgart, Vocalensemble Rastatt und Zürcher Singakademie) aneignete. Verschiedene Konzerte führten sie dabei in die Elbphilharmonie, das Concertgebouw Amsterdam, sowie in das Gewandhaus zu Leipzig und die Liederhalle in Stuttgart. Sie arbeitete bereits mit namhaften Dirigenten wie Yannick Nézet-Séguin, Mario Venzago, Jonathan Nott, Frieder Bernius und Marek Janowski.
Auch als Solistin ist sie im In- und Ausland tätig. So war sie im Juli 2016 in Prag in Dvořáks D-Dur Messe zu hören, sowie 2015 in Beethovens Chorfantasie in Bern mit den Berner Symphonikern und beim MDR Musiksommer als Solistin mit dem MDR Rundfunkchor im September 2019.

Nachdem Calmus 22 Jahre lang mit Countertenören im Alt gesungen hat, geht das Ensemble mit Maria Kalmbach als Altistin neue Wege.

Friedrich Bracks

Tenor

Friedrich Bracks

Friedrich Bracks wurde 1983 in Starnberg geboren. Nach seiner achtjährigen Mitgliedschaft beim Windsbacher Knabenchor studierte er zunächst Schauspiel bei Suzanne Geyer in München, sowie auf den Schauspielschulen “The New Collective” und “TVI Actors Studios” in Los Angeles. Nach einigen Jahren nahm er parallel ein privates Gesangsstudium bei Ingrid Bettag und Peter Pöppel auf. 2018 war er zudem Teilnehmer bei den “vielklang Meisterklassen” als Student von Klaus Mertens. 2019 nahm er am Meisterkurs der Internationalen Bachakademie Stuttgart teil.

Seine Engagements als Schauspieler umfassen Projekte beim Volkstheater München, bei Theater Impuls und Theater Plan B, sowie in Film- und Fernsehproduktionen. Außerdem arbeitete er als Filmschaffender für den Bayerischen Rundfunk.

Den Fokus nun ausschließlich auf Gesang setzend, ist Friedrich auf zahlreichen Bühnen Europas unterwegs.

Schon früh entdeckte er seine Passion für Alte Musik und etablierte sich erfolgreich als Ensemblesänger und Solist in der Barock- und Renaissanceszene. Er sang u.a. bei dem Eröffnungskonzert der Stuttgarter Bachwoche 2019 den Evangelisten in der “Johannes-Passion” von G. Ph. Telemann unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann.

Seine Ensemblearbeit umfasst u.a. Engagements bei der Gaechinger Cantorey, dem Chorwerk Ruhr, der Zürcher Sing-Akademie, dem Kammerchor Stuttgart und dem belgischen Solisten-Ensemble Vox Luminis.

15 Jahre lang war er Mitglied beim Ensemble miXtur. In den Jahren 2016-2019 auch als musikalischer Leiter. Seit März 2020 ist er der Tenor beim Calmus Ensemble.

Ludwig Böhme

Bariton

Ludwig Böhme

Bariton Ludwig Böhme ist das letzte heute noch aktive Gründungsmitglied von Calmus. Im Jahr 1999, kurz nach seinem Abitur und dem damit verbundenen Ende seiner Mitgliedschaft im Leipziger Thomanerchor, vor allem aber aufgrund seiner Begeisterung für Vokalmusik, gründete er zusammen mit vier anderen ehemaligen Thomanern das Calmus Ensemble. Parallel dazu studierte er an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Chordirigieren beim damaligen Thomaskantor Georg Christoph Biller und wurde kurz darauf sein musikalischer Assistent. Dies blieb er bis 2002 - und übernahm von da an die Leitung des Kammerchores Josquin des Préz, die er auch heute noch innehat. Mit diesem 16köpfigen Ensemble hat Ludwig Böhme als Dirigent viel erlebt und erreicht: sein Konzertexamen, über 200 Konzertengagements mit vielfältigen Programmen, die von Monteverdis Marienvesper bis zu Poulencs Gloria reichen, sowie den ersten Preis beim Deutschen Chorwettbewerb 2018.

2012 wurde Ludwig Böhme Leiter des Leipziger Synagogalchores. Dieser mit dem Kunstpreis der Stadt Leipzig sowie mit dem Stern der Völkerfreundschaft ausgezeichnete Chor bringt seit über 55 Jahren synagogale und jiddische Musik zum Klingen und hat sich damit auch als politischer Botschafter international profiliert. Die Konzerte des Synagogalchores berühren die Hörer in Deutschland, Israel und vielen anderen Ländern, viele große Konzertprojekte und Kooperationen gemahnen dabei beständig an Toleranz und Weltoffenheit.

Die aktive dirigentische Tätigkeit führte nun auch zu Einladungen als Gastdirigent, Dozent und Berater, zur Jurytätigkeit bei Wettbewerben und zu Lehraufträgen für Dirigieren an der Hochschule für Kirchenmusik Halle/Saale und der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.

Bleibt da nun noch Zeit fürs Private? Ja, unbedingt - und diese verbringt Ludwig Böhme mit seiner Familie in Leipzig. Und manchmal bleibt sogar noch Zeit zum Schreiben von Arrangements für verschiedene Ensembles – vor allem aber für Calmus…

Manuel Helmeke

Bass

Manuel Helmeke

Manuel Helmeke wurde 1988 in Stendal geboren. Bereits in früher Kindheit sang er im Kinderchor seiner Kirchgemeinde. An der städtischen Musikschule erhielt er Unterricht in den Fächern Gesang, Klavier und Orgel.

Im Jahr 2008 war der junge Bass Bundespreisträger beim Wettbewerb 'Jugend musiziert'. Darauf folgte ein Gesangsstudium bei Prof. Berthold Schmid und KS Prof. Roland Schubert an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig, das er als Diplom-Sänger und Diplom-Musikpädagoge erfolgreich abschloss.

Im solistischen Konzertfach weist Manuel Helmeke ein breites Repertoire auf und musizierte mit renommierten Ensembles wie dem Thomanerchor Leipzig, dem MDR-Rundfunkchor, dem Rundfunk-Jugendchor Wernigerode, der Staatskapelle Halle und dem Gewandhausorchester Leipzig. Zudem sang er bei CD-Produktionen des Leipziger Gewandhauses und Rundfunkübertragungen bei Deutschlandradio Kultur und MDR-Figaro. Auf der Musiktheaterbühne führten ihn solistische Engagements an die Opernhäuser in Leipzig und Gera/Altenburg.

Eine zusätzliche Leidenschaft entwickelte Manuel Helmeke im Bereich Chorleitung. Er ist regelmäßiger Initiator und Dirigent von Chorprojekten mit einer besonderen Vorliebe für neue christliche Musik. In den Jahren 2012-2014 war er Mitglied im preisgekrönten Ensemble Thios Omilos und entwickelte eine zunehmende Leidenschaft für den Ensemblegesang. Seit Beginn des Jahres 2015 ist er der Bass bei Calmus.

Elisabeth Mücksch

Sopran

Elisabeth Mücksch

Elisabeth wurde in eine musikalische Familie geboren, erhielt seit frühester Kindheit Violinenunterricht am Heinrich-Schütz Konservatorium Dresden und war Mitglied in verschiedenen Chören, u.a. dem Kinderchor der Landesbühnen Sachsen. Mit 15 Jahren erhielt sie ersten Gesangsunterricht bei Ulrike Feilhaber in Dresden.

Mit dem Studium in Leipzig begann die Sprach-, Sprech- und Stimmtherapeutin ihre langjährige Mitgliedschaft in gefragten Ensembles wie dem Johann Rosenmüller Ensemble (Arno Paduch), dem Sächsischen Vocalensemble e.V. (Matthias Jung), dem Collegium Vocale Leipzig (Michael Schönheit), dem Bachconsort Leipzig (Thomaskantor i.R. Gotthold Schwarz) und der Gaechinger Cantorey Stuttgart. Konzertreisen mit diesen Ensembles führten sie neben dem europäischen Ausland auch nach Japan und Mittelamerika.

Als Solistin ist Elisabeth vor allem im Rahmen der Kirchenmusik im mitteldeutschen Raum zu hören. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Gotthold Schwarz, Matthias Jung, Gregor Meyer, Michael Schönheit und Hans-Christoph Rademann geben wichtige Anstöße für ihre musikalische Entwicklung und wecken immer wieder aufs Neue das Interesse und die Leidenschaft für die alte und neue Musik.

Weitere musikalische Impulse erhielt sie durch Gastauftritte mit den renommierten Vokalensembles amarcord und Ælbgut. Außerdem vertritt sie regelmäßig die erste Soprantistin des Leipziger Vokalsextetts Sjaella.

Ihr musikalisches Tun ist von großer Liebe zum Detail, Streben nach Präzision und musikalischem Verständnis geprägt. Elisabeths stimmliche Betreuung liegt in den kompetenten Händen von Gesine Adler.

Ab 01.09.2022 ist Elisabeth die Sopranistin des Calmus Ensembles.

Jonathan Saretz

Bariton

Jonathan Saretz

Jonathan Saretz wurde 1995 in Torgau geboren. Durch seine Eltern – beide Kirchenmusiker – wurde er schon früh musikalisch geprägt. Im Alter von neun Jahren nahm er Trompetenunterricht bei Wilfried Thoß an der Musikschule Torgau und später an der Musikschule in Leipzig. Dort sammelte er auch erste Orchestererfahrungen im Jugendsinfonieorchester und in verschiedenen Blechbläserensembles. Nach vielen Jahren Chorerfahrung in Torgau wandte er sich mit 17 Jahren dem Gesang zu und erhielt einige Jahre Unterricht bei Prof. Elvira Dreßen in Leipzig. Beim Wettbewerb Jugend Musiziert ist Jonathan sowohl mit der Trompete als auch im Fach Gesang mehrfacher Bundespreisträger.

Nach dem Abitur zog es Jonathan zunächst für ein Studium der Medientechnik an die Hochschule Düsseldorf (Schwerpunkte Audio und Multimedia). Schon während des Studiums sammelte er Praxiserfahrung im Kulturmanagement – so unter anderem beim KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund, in der Presseabteilung des Schauspielhauses Düsseldorf und im Mediateam der Tonhalle Düsseldorf.

Danach arbeitete er einige Jahre als Kulturmanager für verschiedene professionelle Festivals und Ensembles (darunter dem E-MEX-Ensemble für Neue Musik) und betreute mehrere Chöre und Ensembles im Management und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Seit 2017 erhielt er Unterricht bei Mateusz Kabala, Opernsänger am Aalto Theater Essen. Dort sang Jonathan seit der Spielzeit 15/16 im Extrachor und später auch als Choraushilfe am Theater Dortmund. Weitere Impulse im Chor- und Ensemblesingen erhielt Jonathan im Landesjugendchor NRW, dem Vokalensemble der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, in der Audi Jugendchorakademie und bei Chorwerk Ruhr. Engagements für Bachs Johannespassion, das Weihnachtsoratorium und Kantaten, die Requien von Mozart und Duruflé u.a. zeichnen ihn auch als Solisten aus.

Jonathan ist ab September 2022 neuer Bariton bei Calmus.

Michael B. Gernert

Bass

Michael B. Gernert

Michael Gernert (*1993) zeigte schon sehr früh sein Gesangstalent, das in der Familie beim gemeinsamen Singen und Musizieren stets gefördert wurde. Den ersten Klavierunterricht erhielt er mit sechs, Gesangsunterricht mit sieben und Geigenunterricht mit dreizehn Jahren.

Eine umfangreiche musikalische Ausbildung erhielt er im Windsbacher Knabenchor. Innerhalb von zehn Jahren wirkte er dort bei über 650 Konzerten mit und bereiste u.a. China und Südamerika. In Würzburg studierte er zunächst Gesang im Pre-College bei den Professoren Bürgener und Hummel an der Hochschule für Musik und schloss sich mehreren Studenten- und Kammerchören an. Danach wechselte er zum Studium der Vergleichenden Sprachwissenschaft mit Spanisch als zusätzlichem Hauptfach an die Universität Würzburg. Anschließend verbrachte er anderthalb Jahre in Mexiko-Stadt und war in der dortigen Chorszene rege aktiv.

Michael tourte 2019 mit dem Weltjugendchor in Südfrankreich und Portugal sowie mit dem EuroChoir beim Festival Europa Cantat 2021 in Slowenien. Seine Ensemblearbeit umfasst renommierte Chöre wie den Kammerchor Stuttgart, den Chamber Choir of Europe und den World Choir for Peace.

Ab September 2022 wird Michael als Bass das Fundament des Calmus Ensembles.